Krankenhaushygiene in Deutschland: Schutz durch Einmalhandschuhe

Jährlich werden in Deutschland rund 17 Millionen Menschen stationär behandelt. Dazu kommen Millionen ambulanter Eingriffe in Arztpraxen, Pflegeeinrichtungen und anderen Gesundheitseinrichtungen. Jede dieser Behandlungen birgt ein gewisses Infektionsrisiko – sowohl für Patienten als auch für das medizinische Personal. Krankenhaushygiene ist daher kein optionales Extra, sondern eine gesetzliche Pflicht und medizinische Notwendigkeit.

Was ist Krankenhaushygiene?

Krankenhaushygiene umfasst alle Maßnahmen, die darauf abzielen, Infektionen in medizinischen Einrichtungen zu verhindern. Dazu gehören organisatorische, bauliche und hygienische Maßnahmen. Gemäß § 23 Infektionsschutzgesetz (IfSG) gibt die Kommission für Infektionsprävention beim Robert Koch-Institut (RKI) offizielle Empfehlungen heraus, an denen sich alle Einrichtungen des Gesundheitswesens orientieren müssen.

Nosokomiale Infektionen – ein unterschätztes Risiko

Als nosokomial bezeichnet man Infektionen, die im Zusammenhang mit einem Krankenhausaufenthalt oder einer medizinischen Behandlung entstehen. Sie können durch Bakterien, Viren oder Pilze ausgelöst werden und betreffen sowohl Patienten als auch Pflegepersonal. Einmalhandschuhe sind eine der wichtigsten Barrieremaßnahmen, um diese Übertragungswege zu unterbrechen.

Die Rolle von Einmalhandschuhen in der Krankenhaushygiene

Schutzhandschuhe gehören zur persönlichen Schutzausrüstung (PSA) in medizinischen Einrichtungen. Sie werden eingesetzt bei:

  • Kontakt mit Blut, Körperflüssigkeiten und Sekreten
  • Wundversorgung und invasiven Eingriffen
  • Pflege von Patienten mit übertragbaren Erkrankungen
  • Umgang mit kontaminierten Materialien und Instrumenten

Entscheidend: Handschuhe ersetzen nicht die Händedesinfektion – sie ergänzen sie. Nach jedem Ausziehen der Handschuhe ist eine hygienische Händedesinfektion Pflicht.

Welche Handschuhe eignen sich für den medizinischen Bereich?

Für den Einsatz in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen und Arztpraxen empfehlen wir folgende geprüfte Einmalhandschuhe:

Nitril-Handschuhe – latexfrei und reißfest

Latex-Handschuhe – maximale Tastempfindlichkeit

Qualitätsstandards für medizinische Handschuhe

Medizinische Einmalhandschuhe müssen in der EU bestimmten Normen entsprechen:

  • EN 455 – Medizinische Handschuhe zum einmaligen Gebrauch
  • EN ISO 374 – Schutz gegen Chemikalien und Mikroorganismen
  • AQL-Wert – gibt die Perforationsrate an (je niedriger, desto besser)

Fazit

Krankenhaushygiene ist ein komplexes System aus Regeln, Prozessen und Schutzmaßnahmen. Einmalhandschuhe sind dabei ein unverzichtbarer Bestandteil – vorausgesetzt, sie werden korrekt eingesetzt, rechtzeitig gewechselt und mit einer konsequenten Händedesinfektion kombiniert.

Hochwertige Handschuhe aus unserem Sortiment helfen dir, die Hygieneanforderungen in deiner Einrichtung zuverlässig zu erfüllen.

Quelle: Robert Koch-Institut (RKI) – Krankenhaushygiene

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